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Literatur Mitteilungen |
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diese Zeit zu datierenden gotischen Spitzbogens , der beim Kirchenbau 1756-58 mit übernommen wurde, läßt die Errichtung einer Kirche am Ende des 14. Jahrhunderts vermuten. (1)
Lieferschein des Probstes von Zschillen über die Abgaben der Geistlichen seines Aufsichtsbezirkes an die bischöfliche Kasse.
Meißner Bistumsmatrikel - Register der von den Kirchen im Bistum Meißen abzuführenden Steuern. Jetzt gehört das Kirchenspiel Krumhermersdorf innerhalb des Landkirchenkreises Wolkenstein zum Archidiakonat Chemnitz: Hermanssdorf prope Zschopp
sächsischen Kirchenvisitation über Hermerßdorf. Bericht über Einkommen und Verhältnisse des Pfarrers (Mathias Trommer) und des Küsters sowie der Kirche
Anmerkung
Ein Kirchenpatrozinium (Schutzherrschaft) eines bestimmten Heiligen über die Kirche ist nicht bekannt.
Die Herkunft der größten und ältesten Kirchenglocke, der Sau-Glocke, ist umstritten. Der
örtlichen Überlieferung zu Folge soll sie aus der Kirche des benachbarten Berthelsdorfs (3) (seit der 2. Hälfte des 15. Jh. wüst) stammen und im Wald von Wildschweinen freigewühlt worden sein.
Die moderne Sagenforschung schließ derartige Fundumstände nicht aus. Jedoch ist dies bei der Häufigkeit des Vorkommens von Glockensagen in Sachsen und Thüringen sehr problematisch [was ist?] . Eine Dokumentation zum genauen Fundort und Fundjahr der Krumhermersdorfer Sau-Glocke fehlt. (4)
Obwohl von kunsthistorischer Seite eine zeitliche Einstufung noch nicht vorhanden ist, scheint es naheliegend, die Glocke - ebenso wie den gotischen Spitzbogen - als ursprünglichen Bestandteil eines im späten Mittelalter geschaffenen Sakralbaus in Krumhermersdorf aufzufassen.
Dr. Steche vermutet dieses Baudatum aus dem Vergleich mit anderen Kirchenportalen, deren Bauzeit bekannt ist. Denkbar ist aber auch, dass die Kirche erst 1438 erbaut wurde. Nämlich zu dem Zeitpunkt, wo sie
erstmals genannt wird.
Doerffel 1988